Das Heilfasten

Als Fasten bezeichnet man den bewussten und freiwilligen Verzicht auf jegliche Nahrung aus gesundheitlichen oder religiösen Gründen in einem bestimmten und unbedingt begrenzten Zeitraum. Durch totales oder gemäßigtes Fasten, bei dem eine geringe Nahrungsaufnahme erlaubt wird, versucht man hauptsächlich bei fettleibigen (adipösen) Menschen eine Gewichtsverringerung zu erreichen, um Folgeerkrankungen (Gelenkveränderungen, Bluthochdruck = Hypertonie) zu vermeiden.

Das Heilfasten selber ist weder religiös motiviert, noch dient es vorrangig der Gewichtsreduktion. Der Körper soll entschlackt und die Giftstoffe sollen durch die Entschlackung ausgeschieden werden. Man sagt dem Heilfasten viele verschiedene positive "Nebenwirkungen" nach, wie z.B. eine Aufklärung des Hautbildes (Mitesser und Pickel verschwinden), Straffung der Muskeln und des Gewebes, damit verbunden eine Besserung der Körperhaltung, Steigerung der Abwehrkräfte und der Stimmungslage.

Was passiert beim Fasten?

Führt man seinem Körper über einen längeren Zeitraum keinerlei Nahrung zu, kommt es ca. ab dem 2. Tag zum Abbau des in der Muskelmasse vorhandenen Eiweiß und erst danach werden die Fettreserven angegriffen.

Durch den Verlust von Eiweiß, Fett und Wasser, durch die Entleerung des Magen - und Darmtraktes kommt es vor allem in den ersten Tagen zu einer ausgeprägten Gewichtsreduktion. Durch den vermehrten Abbau von körpereigenem Eiweiß findet eine gleichzeitige Ketonkörper - Bildung statt, was man an einem gewissen Mund - oder Körpergeruch merken kann (leichter Azetongeruch).

Die Aussage: "Fasten macht gute Laune" liegt allein an der Tatsache, dass der Körper während des Fastens so genannte Endorphine ausschüttet. Bewirkt durch die Nahrungsumstellung stellt der Körper Serotonin (auch Glückshormon genannt) bereit, um die absolute Nahrungskarenz für den Körper erträglicher zu machen.

Das Heilfasten kann auf mehrere verschiedene Arten erfolgen. Will man sicher gehen, welche Art des Fastens für einen die Beste ist, sollte man sich von seinem Hausarzt oder einem geprüften Heilpraktiker beraten lassen.

Lesen Sie weiter: Arten des Heilfastens Teil 1.

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